Jahrhunderte strebte das Volk der Xeruskadi nach Unabhängigkeit. Erst jüngst gelang es ihnen, sich aus dem Königreich Meltania zu befreien. Und doch verbindet die beiden Völker eine gemeinsame Geschichte und eine gemeinsame Entwicklung, so unterschiedlich ihre Kulturen auch sein mögen. In Xeruskadi (meltanisch País Gerusco) wird eine Sprache gesprochen, die mit keiner anderen auf der Welt verwandt ist. Woher sie stammt, weiß keiner.
Insgesamt sind die Xeruskadi eine sehr agrarische und konservative Gesellschaft. Ihre Zurückgezogenheit in den höchsten Gipfeln der meltanischen Region führte dazu, dass ihre Kultur und Tradition über lange Zeit hinweg unangetastet blieb. Auch Repressionen und Verfolgungen durch den Zentralstaat überlebten die Xeruskadi nahezu unbeschadet.
Die recht karge und durch Fleischgerichte ergänzte xeruskische Küche entspricht auch der Lebenseinstellung, die das nicht essentielle entbehrt und den Einheimischen schroff und unfreundlich erscheinen lässt. Tatsächlich sind die Xeruskadi jedoch unglaublich gastfreundlich und großzügig, sobald man sie näher kennenlernt.
Gleichzeitig gibt es auch in Xeruskadi Ansätze der Moderne. Die Wirtschaft in Zubieta, der größten Stadt des Landes, entwickelt sich prächtig und wird zu einem regionalen IT-Umschlagplatz. Traditionellere Städte wie Arrigoti öffnen sich jedoch auch immer mehr und halten mit der Globalisierung Schritt.